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  • AutorenbildPia Granacher

Seelsorge: Was verletzt dich?

Eigentlich war ja alles gut. Aber diese unerwartete Bemerkung hat dich voll getroffen, ja sogar umgehauen und verletzt.

Jetzt tut es weh. Sehr weh. Was machst du nun mit dem Schmerz? Betäuben? So gut es geht zusammenflicken? Beim nächsten Windstoss wackelt es bedenklich und hält dem Druck nicht stand. Auch die Betäubung ist nur für eine kurze Zeit eine Erleichterung und gibt der Seele einen schönen Moment des Vergessens. Beim nächsten Trigger kommt sie jedoch umso mehr zum Vorschein.

Der unbequemere und anstrengendere Weg ist die Selbstfürsorge. Kümmere dich um deine Verletzung, damit sie heil wird. Diese Verletzung mit einer vertrauten Person zu besprechen, hilft schon sehr. Manchmal braucht es jedoch mehr. Eine Fachperson, die dich auf diesem Weg begleitet und sanft anstupst, was sich vielleicht eine vertraute Person nicht wagt. In diesem geschützten Raum offenbart die Seele auch Geheimnisse und Verschwiegenes, weil sie sich sicher fühlt. So kannst du die Verletzung verstehen und die Angst davor verschwindet. Du kannst in diesem Bereich gesund werden und beim nächsten Windstoss spürst du die Kraft, die in dir gewachsenen ist. Du hast nun die Möglichkeit anders zu reagieren und einen Weg zu finden, auf dem weder du dich noch den anderen verletzest.

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